Wie Dating-Apps deine Zeit verschwenden – 3 Tipps, was du stattdessen tun solltest

Dating Ratgeber
Wie Dating-Apps deine Zeit verschwenden - 3 Tipps, was du stattdessen tun solltest

Aktuelle Dating-Apps versprechen, dir bei der Suche nach einem passenden Partner zu helfen. Laut einem Psychologieforscher sind sie jedoch praktisch nutzlos – unabhängig davon, wie ähnlich sich Interessen, Lebensstile oder politische Ansichten sind.

“Meistens ist es reine Zeitverschwendung”, sagt Dr. Paul Eastwick, Psychologieprofessor an der University of California in Davis und Autor von “Bonded by Evolution: The New Science of Love and Connection”, gegenüber BUSINESS INSIDER (BI).

Obwohl es effizient erscheinen mag, potenzielle Partner zu filtern, erklärt Eastwick, dass Anziehung bei tatsächlichen Treffen eher wie ein Wurf mit verbundenen Augen ist.

Der Grund: Viele betrachten Kompatibilität falsch, meint er, und konzentrieren sich auf grobe Persönlichkeitsmerkmale wie “abenteuerlustig” oder “witzig”. Dieses Denken führt oft in die Irre, weil man nie wirklich wissen kann, ob selbst jemand mit allen gewünschten Eigenschaften einen tatsächlich so unterstützt, wie man es braucht.

“Kompatibilität ist ein Konstruktionsprozess, kein Prozess der anfänglichen Anziehung”, sagt Eastwick. Statt in Beziehungen zu geraten, die perfekt passen, finden die glücklichsten Paare jemanden, den sie wirklich mögen, konzentrieren sich auf Gemeinsamkeiten und bauen im Laufe der Zeit eine kompatible Beziehung auf. “Das ist nicht einfach”, fügt er hinzu.

Obwohl es nicht einfach ist, jemanden zu finden, mit dem man gut harmoniert, ist der Prozess weit weniger entmutigend, als es vielleicht klingt. Eastwick teilt drei seiner Tipps für die Suche nach einem langfristigen Partner – ohne schnelleres Swipen.

Eine der größten Sorgen von Eastwick bei Dating-Apps ist die Illusion endloser Matches.

“Wenn Menschen so viele Optionen haben, geben sie keiner einzelnen wirklich eine Chance”, sagt er. Außerdem liegt die Erwartung darin, sich innerhalb von 20 Minuten beim Kaffee gegenseitig zu beeindrucken – in der Hoffnung auf ein zweites Date – was beiden Seiten schadet. “Unsere Meinung über jemanden wird zunehmend variabler, je besser wir ihn kennenlernen.”

Statistisch gesehen sind die Chancen, beim ersten Date sofort Funken zu spüren, gering. Laut seiner eigenen Forschung hatten die meisten Menschen in langfristigen Beziehungen beim ersten Treffen nur einen “mittelmäßigen” Eindruck von ihrem Partner. Statt von der ersten Sekunde an Feuer zu empfinden, entwickelte sich die Anziehung meist erst über Zeit.

“Wo man anfängt, sagt nicht viel darüber aus, wohin die Beziehung einmal geht”, sagt Eastwick. “Am Ende erreichen alle Beziehungen dasselbe Hochgefühl: ‘Ich habe mich in diese Person verliebt.'”

Oft mag man jemanden zwar grundsätzlich, ist sich jedoch noch nicht sicher, ob Gefühle vorhanden sind. Für diese Situation empfiehlt Eastwick die Drei-Dates-Regel. “Der Eindruck schwankt bei den ersten beiden Dates noch, aber nach dem dritten entsteht eine gewisse Stabilität”, erklärt er.

Gruppen für eine langsame Verbindung nutzen

Der Mensch entwickelte sich in kleinen Gruppen, erklärt Eastwick. Beim Dating sollten wir diese Umgebung möglichst nachahmen.

“Ich möchte, dass eine Gruppe über längere Zeit interagiert”, sagt er – etwa gemischte Sportgruppen, Laufclubs, Tanzkurse oder Impro-Workshops. “Es ist gut, wenn Leute regelmäßig mit denselben Personen zusammenkommen, ohne die Möglichkeit, sich sofort zurückzuziehen, nur weil sie nicht sofort beeindruckt sind.”

Eine Hürde: Heterosexuelle Männer sollten mehr teilnehmen. Eine Folge von “The Daily” zeigte, dass bei einer Präsenz-Datingveranstaltung dreimal so viele Frauen wie Männer kamen – Frauen zahlten rund 86 Euro, Männer gingen kostenlos. Viele heterosexuelle Frauen fühlten sich so, als müssten sie ständig Initiative zeigen, fanden aber kaum Männer zum Gespräch.

Eastwick beobachtet einen ähnlichen Trend, wenn er seine Bücher vorstellt: “Es sind entweder Frauen oder Paare im Raum. Wo sind die Männergruppen?” fragt er. “Vielleicht brauchen gerade Männer diesen Rat eher als Frauen.”

Zähle die Green Flags, nicht die Red Flags

Eastwick unterscheidet zwei Arten von Red Flags, die Menschen bei potenziellen Partnern beachten – und eine davon kann euch sabotieren.

Die erste Art löst sofortiges Unbehagen aus, zum Beispiel, wenn ein Date unhöflich zum Servicepersonal ist oder während des ganzen Treffens nur über sich selbst spricht.

Die andere Art betrifft die Vorhersage zukünftiger Enttäuschungen, etwa wenn jemand nicht im gewünschten Rhythmus zurückschreibt. Manche Menschen denken dann, dies sei ein unüberwindbares Problem und ein Zeichen von Unzuverlässigkeit, statt eine Differenz, die sich klären lässt.

“Wir internalisieren diese Warnsignale und haben eine kleine Stimme im Kopf, die uns zur Vorsicht mahnt und Mauern bauen lässt”, sagt Eastwick. “Beziehungen funktionieren nicht, wenn man so denkt. Man muss verletzlich sein.”

Wer Schwierigkeiten hat, mit dem ständigen Analysieren aufzuhören, sollte den Fokus auf etwas Positives verschieben. “Ich möchte, dass Menschen die Green Flags zählen”, sagt er. In einer Dating-Welt, in der wir ständig Profile und Social-Media-Posts prüfen, sei die beste Strategie, sich einfach auf die eigenen Gefühle zu konzentrieren.

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