„Überrollt“: Expertenwarnung vor neuem Dating-Trend „Floodlighting“

Dating Ratgeber
„Überrollt“: Expertenwarnung vor neuem Dating-Trend „Floodlighting“

Viele Leute erleben beim Dating merkwürdiges Verhalten. Ein Psychologe erklärt, wie man Grenzen setzt – und wann man aufmerksam sein sollte.

„Was genau machst du beruflich – und wie heißt nochmal dein Hund?“ Beim ersten Date tasten sich die meisten Menschen langsam an ihr Gegenüber heran. Wenn die andere Person jedoch direkt beim ersten Treffen intime Details preisgibt, kann das überraschend sein. Dies geschieht oft im Gespräch. Beim sogenannten „Floodlighting“ (dt. Flutlicht) geht es schnell sehr tief – und wirkt auf manche wie eine Manipulationstechnik.

Wenn eine Person innerhalb der ersten Stunden des Kennenlernens über die eigene Kindheit, die Scheidung der Eltern oder traumatische Erlebnisse spricht und dabei beobachtet, wie das Date reagiert, handelt es sich um ein Dating-Phänomen namens „Floodlighting“. Dabei zeigt sich eine zu schnelle, strategische Überoffenheit mit dem Ziel, Nähe zu erzeugen oder Kontrolle zu behalten“, sagt der Diplom-Psychologe und Parship-Experte Markus Ernst. Die Tiefe der Inhalte steht oft in keinem Verhältnis zur aktuellen Beziehungsebene und wirkt eher wie ein großer Sprung als organisch entstandene Nähe.

Der Psychologe betont: „Floodlighting entsteht fast nie aus Manipulation, sondern aus Sehnsucht, Unsicherheit, Bindungsmustern oder früherem Nicht-Gesehen-Werden und ist ein Schutzmechanismus“. Viele wollen auf diese Weise Nähe beschleunigen oder Ablehnung vorbeugen. Oft geht es auch darum, die Kontrolle zu behalten und Nähe zu steuern, anstatt sie organisch entstehen zu lassen.

Für das Gegenüber kann dies belastend sein: Menschen fühlen sich in solchen Situationen oft überrollt. Wenn die Offenheit nicht zur tatsächlichen Beziehungsebene passt, sollte man aufmerksam sein. Wenn jemand beim ersten Treffen von tiefen Traumata erzählt, kann das Überforderung auslösen. Betroffene erleben oft Enge im Brustkorb, Druck im Magen und inneren Rückzug – der Körper signalisiert die Grenze meist zuerst.

Es ist wichtig, diese Grenze klar zu kommunizieren – ohne Rechtfertigung. Ein „Ich brauche einen Moment Abstand“ oder „Dafür bin ich nicht die richtige Ansprechperson“ ist völlig in Ordnung. Unausgesprochene Grenzen führen dagegen fast immer zu emotionalem Rückzug oder verstecktem Ärger.

Floodlighting wird auch von Narzissten genutzt. Personen mit narzisstischen Zügen nutzen übermäßige Offenheit oft strategisch. Sie erzählen gerne intime oder dramatische Dinge, um Aufmerksamkeit zu bekommen oder sich besonders zu zeigen. Auch bei Menschen mit ängstlich-ambivalentem Bindungsmuster oder „People Pleasern“ kann Floodlighting beobachtet werden. Durch radikale Offenheit wollen sie den Weg zu Nähe „abkürzen“.

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