Morgens liegt draußen der Frost, schon am späten Nachmittag wird es dunkel und in den Städten tauchen die ersten Weihnachtsdekorationen auf. In der kalten Jahreszeit steigt die Lust, sich mit dem Partner oder der Partnerin auf der Couch einzukuscheln und zu entspannen. Dies nicht nur für gute Laune sorgt, sondern auch die Gesundheit fördert, wie eine Studie am Universitätsspital in Zürich belegt hat. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass liebevolle Berührungen in Verbindung mit dem Kuschel-Hormon Oxytocin die Wundheilung beschleunigen.
Vorherige Studien haben bereits gezeigt, dass Intimität in Beziehungen das Immunsystem stärken kann und zu einem längeren Leben beiträgt. Ein wichtiger Indikator für ein gesundes Immunsystem und Wohlbefinden ist die Geschwindigkeit, mit der kleine Wunden heilen. Der Körper ist täglich kleinen Verletzungen ausgesetzt, die repariert werden müssen. Daher wollten die Forscher der Zürcher Studie herausfinden, ob bei Paaren, die häufig kuscheln oder Sex haben, Wunden schneller heilen. Darüber hinaus untersuchten sie die Auswirkungen von Oxytocin, das oft als Kuschel- oder Bindungshormon bezeichnet wird. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle bei sozialen Interaktionen, Empathie und der emotionalen Bindung zwischen Menschen.
Die Studie zeigt auch, dass Sex zu einem niedrigeren Stresslevel führt. An der Studie nahmen 80 heterosexuelle Paare teil, die im Durchschnitt etwa 28 Jahre alt waren. Die Teilnehmer wurden mit kleinen Wunden am Unterarm versehen. Ein Teil der Paare sollte für die nächsten fünf Tage zweimal täglich ein Nasenspray mit Oxytocin verwenden. Die anderen Teilnehmer erhielten ein Spray mit einem Placebo. Die Probanden wussten nicht, welches Spray sie erhielten. Zudem wurden die Studienteilnehmer gebeten anzugeben, wie oft sie liebevolle Berührungen mit ihrem Partner ausgetauscht oder Sex gehabt hatten. Nach einer Woche wurde überprüft, wie gut die Wunden heilten.
/https://cdnd.singlepilot.com/999-uploads/www.singlepilot.com/2025/12/CwnumyII_aS8-pts-rGxg.jpg)