Stack Dating: Warum mehrere Dates am Tag nicht für jeden passend sind

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Stack Dating: Warum mehrere Dates am Tag nicht für jeden passend sind

Vor der Arbeit einen Kaffee, am Mittag ein Spaziergang, am Abend ein After-Work-Drink: Wenn man an einem Tag mehrere Dates hat, soll man schneller die Liebe seines Lebens finden und weniger nervös sein – so die Idee hinter Stack Dating.

Zwischen Job, Freundschaften und Hobbys bleibt oft wenig Zeit fürs Kennenlernen. Kein Wunder also, dass Stack Dating beliebter wird: Laut Tinder integrieren rund 51 Prozent der 18- bis 25-Jährigen mehrere Dates in ihren Alltag.

„Es war zu viel“

Wie sich das in der Realität anfühlt, erzählt Community-Mitglied Thomas: „Drei Dates an einem Wochenende – Freitag, Samstag, Sonntag. Ehrlich? Es war viel zu viel.“ Er habe Details verwechselt, Hobbys durcheinandergebracht und einer Person Dinge zugeschrieben, die eigentlich zu einer anderen gehörten. Das einzig Positive: „Man ist weniger nervös. Für mich überwiegt aber klar der Stress. Ich habe es danach nie mehr so gemacht.“

„Druck kann sinken“

Während klassische Dates oft mit hohen Erwartungen verbunden sind, kann man sich beim Stack Dating eher so zeigen, wie man ist – etwa bei einem Spaziergang in der Mittagspause. „Das kann für einige entlastend sein, weil der Druck auf einzelne Begegnungen sinkt“, sagt die Sexual- und Paartherapeutin Tharsika Bühler.

Gerade in frühen Lebens- oder Beziehungsphasen kann Stack Dating sinnvoll sein: „Es kann helfen, schneller ein Gefühl dafür zu entwickeln, wer einen anspricht, mit wem man sich wohlfühlt und welche Dynamiken passen – oder eben nicht.“ Diese Erfahrungen könnten dazu beitragen, die eigenen Bedürfnisse klarer zu erkennen und künftige Partner oder Partnerinnen bewusster auszuwählen.

Hohes Tempo führt zu innerer Unruhe

Gleichzeitig beobachtet sie Erschöpfung: „In meiner Praxis erlebe ich viele junge Menschen, die trotz sehr aktivem Dating müde und frustriert sind, weil sich nichts wirklich vertieft“, so Bühler. Das hohe Tempo führe zu innerer Unruhe, weniger echter Verbindung und mehr Vergleich. „Viele sind stärker am Bewerten als am Erleben.“

Das schlaucht: „Einige erzählen, dass sie sich oft erschöpft fühlen, weil sie immer wieder neu präsent sein müssen“, so Bühler. Nachvollziehbar, denn: „Jede neue Begegnung bedeutet eine gewisse Aktivierung – wenn das sehr häufig passiert, kommt der Körper kaum mehr in einen ruhigen Zustand.“

„Nicht die große Liebe, aber eine gute Zeit“

Doch nicht alle machen diese Erfahrung, Leserin C. hatte mehrere Dates pro Woche, manchmal zwei an einem Abend. Ihr Prinzip: „Eine Stunde bleiben, kurz etwas trinken, erstes Kennenlernen, dann verabschieden.“ Meldete sich der Mann innerhalb von 24 Stunden, folgte ein längeres zweites Treffen. „Sex frühestens beim dritten Date.“

Innerhalb eines Jahres traf sie „50 bis 70 Männer“, etwa ein Viertel öfter. „Man merkt mega schnell, mit wem es Spaß macht – oder mit wem man einfach nur einen One-Night-Stand will.“ Viele Dates seien unterhaltsam gewesen: „Nicht die große Liebe, aber eine gute Zeit.“ Einen Freund habe sie so kennengelernt, ein halbes Jahr waren sie zusammen. Ihren aktuellen Partner habe sie im Ausgang getroffen.

Sie würde jederzeit wieder so daten. „Es ist ungezwungen und es muss nichts daraus werden.“ Viel Hin-und-Her-Texten habe sie vermieden: „Entweder man trifft sich bald – oder das Gespräch versandet.“ Allerdings sei das Ganze „ein ziemlich freizeitfüllendes Programm“, die Abende und Wochenenden fast immer verplant.

Wichtig sind klare Grenzen: „Auch wenn man sich ungeplant im echten Leben kennenlernt, auf das Ein-Stunden-Date bestehen.“ Nur wenn ein Mann Zeit investiert und sich regelmäßig trifft, entwickelt er Gefühle. „Aus One-Night-Stands wird nichts – das muss man klar trennen.“

Transparenz ist das A und O

So strukturiert C. ihr Dating organisiert, eines ist dabei zentral: offen mit Erwartungen umgehen. Auch Bühler meint: „Je mehr parallel gedatet wird, desto wichtiger ist Transparenz.“ Verletzungen entstünden oft nicht durch das parallele Dating selbst, sondern durch unausgesprochene Erwartungen.

Ob Stack Dating entlastet oder erschöpft, ist letztlich sehr individuell. „Aus meiner Sicht lohnt es sich, beim Dating nicht nur eine Strategie zu verfolgen, sondern auf das eigene Körpergefühl zu hören“, so Bühler. „Das Nervensystem ist oft ein ehrlicher Kompass dafür.“

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