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Das renommierte Kinsey-Institut hat die Nutzer einer Dating-App zu ihren sexuellen Vorlieben befragt. Das Ergebnis zeigt, dass die Generation Z zwar selten Sex hat, aber dennoch auf Fetisch und Kink – insbesondere Bondage und Sado-Maso – steht.
Forscher des bekannten Kinsey-Instituts der Indiana University haben eine Studie mit dem Titel ‘Der Stand des Datings: Wie die Generation Z Sexualität und Beziehungen neu definiert’ veröffentlicht. Die Studie basiert auf Daten von über 3310 Nutzern der Dating-App Feeld.
Obwohl dies eine spezielle Gruppe darstellt, die auf Feeld vertreten ist, ergaben die Umfrageergebnisse dennoch interessante Einblicke. Personen der Generation Z hatten im Durchschnitt drei Mal im letzten Monat Sex, im Vergleich zu den Millennials und der Generation X, die im Schnitt fünf Mal im Monat Sex haben. Die Babyboomer, die vor und bis zum Jahr 1964 geboren wurden, liegen ebenfalls bei drei Mal Sex im Monat.
‘Die Generation Z und die Babyboomer zeigen eine ähnliche Häufigkeit sexueller Kontakte, was darauf hindeutet, dass sowohl die jüngsten als auch die ältesten Erwachsenen am wenigsten Sex haben,’ heißt es im Report des Teams unter der Leitung von Justin J. Lehmiller. Jedoch ist bekannt, dass nachfolgende Generationen weniger Sex haben, was durch zahlreiche Studien belegt ist. Allerdings wird der Sex dann häufiger ausgefallen sein.
Ein interessanter Aspekt der Studie ist die Entdeckung von neuen sexuellen Vorlieben. Unter der Überschrift ‘Warum die Generation Z die bisher perverseste Generation ist’ fasst Lehmiller die Ergebnisse zusammen. 55 Prozent der Generation Z haben seit ihrer Anmeldung bei Feeld einen neuen Fetisch entdeckt. Im Vergleich dazu haben 49 Prozent der Millennials, 39 Prozent der Generation X und 33 Prozent der Babyboomer das gleiche berichtet.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass jüngere Erwachsene ein steigendes Interesse an Fetischen haben. Lack, Leder und Fesselung (BDSM) werden besonders bei den jüngeren Gruppen immer beliebter. Bondage und Sado-Maso sind bereits bei der Generation Z und den Millennials weit verbreitet und werden als ‘normal’ betrachtet. Die Zahlen sinken jedoch bei der Generation X und den Babyboomern deutlich.
Diese Erkenntnisse werden durch Daten aus anderen Umfragen des Instituts gestützt. Es ist ein allgemeiner Trend, dass jüngere Erwachsene ein stärkeres Interesse an Fetischen haben. Laut Lehmiller ist dies nicht nur auf Feeld beschränkt, sondern ein allgemeines Phänomen.
Die Verfügbarkeit von Pornografie und die zunehmende Akzeptanz von Fetischen und ‘kinky’ Sexpraktiken haben dazu geführt, dass diese Themen mittlerweile im Mainstream-Diskurs angekommen sind, sowohl in Kinofilmen als auch in Talkshows.
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