Mit einem einfachen Wischen zur großen Liebe? Bereits 20 Millionen Deutsche haben Erfahrungen mit Dating-Apps gesammelt. Doch die Suche kann zu einem regelrechten Burnout führen. Hier erfährst Du, wie Du dem entgegenwirken kannst und wirklich erfolgreich sein kannst.
Das Smartphone liegt in einer Hand, mit der anderen wird die App geöffnet. Ein fremdes Gesicht erscheint. Innerhalb weniger Sekunden muss die Entscheidung getroffen werden: Gefällt mir diese Person oder nicht? Dann geht es Klick für Klick weiter. Online-Dating ist längst kein neues Phänomen. Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom haben bereits 20 Millionen Deutsche Plattformen wie Tinder, Parship, Bumble und Co. genutzt. Rund 60 Prozent haben dabei mindestens eine feste Beziehung über Online-Dating gefunden. Bitkom Research befragte dazu 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.
Vor allem junge Menschen fühlen sich angesichts der Vielzahl an Optionen bei der Partnersuche oft unsicher. Eine Untersuchung aus Indien zeigt, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer im Alter von 18 bis 30 Jahren bei der Partnersuche irritiert sind – Frauen häufiger als Männer.
Gründe dafür könnten bearbeitete Fotos und die Vielzahl von Möglichkeiten im Internet sein. Eine ständige Konfrontation mit manipulierten Bildern kann die Erwartungen an potenzielle Partner erhöhen. Zudem führt die Vielzahl von potenziellen Partnern in Dating-Apps und sozialen Medien dazu, dass die Realität und die Erwartungen an Partnerinnen und Partner verschoben werden.
Paartherapeutin Wera Aretz warnt vor einem Dating Burnout. Anhaltender Stress und Frustration beim Online-Dating können zu diesem psychosomatischen Syndrom führen, wie sie im „Journal of Business and Media Psychology“ schreibt. Obwohl Dating-Burnout keine eigenständige Krankheit ist, äußert er sich unter anderem durch emotionale Erschöpfung, Zynismus und verminderte Leistungsfähigkeit. Etwa 14 Prozent der Nutzer von Dating-Plattformen sind davon betroffen.
Risikofaktoren sind vor allem die Monotonie des ständigen Wischens über den Bildschirm, um interessante Personen kennenzulernen. Einige Menschen investieren stundenlang in das Lesen von Profilen, das Schreiben derselben Nachrichten und bleiben am Ende ohne Date zurück. Auch das Phänomen des Ghostings, bei dem man plötzlich ignoriert oder blockiert wird, birgt ein Risiko für Dating-Burnout. Gemäß der Studie sind besonders diejenigen gefährdet, die bereits ein geringes Selbstwertgefühl oder Bindungsängste haben.
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