Eine neue Studie zeigt, dass Ghosting, Unaufrichtigkeit und Frust beim Online-Dating in Europa weit verbreitet sind. Es gibt Unterschiede zwischen den Ländern und den Geschlechtern.
Zuerst Herzklopfen, dann die große Liebe – oder doch Enttäuschung? Online-Dating kann wie ein Glücksspiel erscheinen. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov zeigt, wie Menschen in Europa ihre Suche nach Liebe im Netz erleben. Befragt wurden 2.651 Personen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz.
Das Ergebnis: Das erste Treffen mit einer Online-Bekanntschaft endet nicht immer im Bett. In Österreich (28 Prozent) und der Schweiz (26 Prozent) hatten etwa ein Viertel der Befragten noch am selben Tag Sex mit ihrem Date. In Italien lag die Quote bei weniger als einem Fünftel (17 Prozent).
Erfolgsraten bei Dating-Apps
Führt Online-Dating häufiger zu langfristigen Beziehungen? Zum Teil. In Österreich haben 33 Prozent der Paare über Apps zueinander gefunden. In Italien ist die Erfolgsquote mit 19 Prozent am niedrigsten. Für romantische Begegnungen scheint Frankreich am besten geeignet zu sein. Dort bewertete die Mehrheit der Befragten (41 Prozent) ihre Dates als besonders schön. Die Umfrage gibt jedoch keine genauen Ergebnisse dazu.
Dates können auch negativ verlaufen: Fast jeder Vierte in der Schweiz hat bereits schlechte Erfahrungen gemacht, in Deutschland und Frankreich ist es jeder Dritte. Details zu diesen negativen Erfahrungen wurden in der Umfrage nicht preisgegeben.
Eine weitere wichtige Komponente beim Dating ist Ehrlichkeit. Die Schweizer scheinen in ihren Profilen und Chats besonders aufrichtig zu sein: 72 Prozent geben an, sehr ehrlich zu sein. Auch in den Nachbarländern legen viele Wert auf Authentizität (64 Prozent). In Deutschland und Italien gibt fast jeder Sechste zu, sein Profil zu verschönern – in Italien sogar jeder Vierte. Männer neigen insgesamt häufiger als Frauen dazu, ihre Profile anzupassen. In der Schweiz verfälschen Männer Angaben wie Alter, Größe oder Hobbys fast fünfmal häufiger als Frauen, während die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Deutschland (Frauen: 17 Prozent; Männer: 16 Prozent) und Österreich (Frauen: 15 Prozent; Männer: 17 Prozent) geringer ausfallen.
Ghosting ist weit verbreitet. Etwa 65 Prozent der Befragten haben diese Erfahrung bereits gemacht, 40 Prozent geben zu, selbst schon jemanden geghostet zu haben. Insgesamt waren sieben von zehn Nutzern schon Opfer dieses Verhaltens. Frauen neigen mehr dazu, selbst zu ghosten: In Frankreich berichten 60 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer von eigenen Erfahrungen, in Deutschland liegt das Verhältnis bei 50 zu 29 Prozent.
Trotz vieler Frusterlebnisse geben die meisten Nutzer nicht auf. Die meisten sind nicht bereit, Geld für Premium-Mitgliedschaften oder bessere Sichtbarkeit auszugeben. Die Hoffnung auf neue Bekanntschaften oder die große Liebe bleibt jedoch bestehen.
Für weitere Informationen zum Online-Dating und aktuellen Dating-Trends, besuche unsere Website.
/https://cdnd.singlepilot.com/999-uploads/www.singlepilot.com/2025/9/t8TRYY7PWcDV4qlOZQhJO.jpg)