Startseite Sport Sport A-Z Olympia-Biathlet gewinnt Medaille und gesteht live unter Tränen Fremdgehen: Reaktion seiner Partnerin Von: Christoph Klaucke
Nach seinem Geständnis des Fremdgehens bei Olympia meldet sich die ehemalige Partnerin von Sturla Holm Laegreid zu Wort. Ihre Aussagen sind deutlich. Ein Versöhnung scheint unwahrscheinlich.
Antholz – Es sollte der größte Moment in der Karriere von Sturla Holm Laegreid sein. Bronze bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Biathlon-Einzel über 20 Kilometer. Doch anstatt über sportliche Leistungen zu sprechen, gab der Norweger live im Fernsehen ein Geständnis über sein Fremdgehen ab. Vor drei Monaten betrog er seine Partnerin, berichtete der 28-Jährige unter Tränen dem norwegischen Sender NRK. Erst eine Woche vor Olympia gestand er es ihr. Sie war die Liebe seines Lebens, der schönste und netteste Mensch der Welt.
Mit seinem emotionalen Ausbruch versuchte Laegreid, seine ehemalige Partnerin zurückzugewinnen. Die beiden hatten sich erst vor sechs Monaten kennengelernt. Nach dem Geständnis trennte sie sich von ihm. ‘Es war die schlimmste Woche meines Lebens’, sagte der Gesamtweltcupsieger der letzten Saison. Sein Ziel war es, mit der öffentlichen Liebeserklärung vor der ganzen Welt zu zeigen, wie sehr er sie liebte. Doch das Vorhaben scheiterte.
Die betrogene Partnerin von Laegreid äußerte sich gegenüber der norwegischen Zeitung Verdens Gang. ‘Es ist schwer zu verzeihen. Selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt’, schrieb sie. Die Frau möchte anonym bleiben. Sie hatte sich diese Situation nicht ausgesucht. ‘Es tut weh, das ertragen zu müssen. Wir hatten Kontakt und er weiß, wie ich darüber denke’, erklärte sie.
Laegreid selbst hat bisher nicht auf die Aussagen seiner ehemaligen Partnerin reagiert. Zuvor hatte er erklärt, lieber sozialen Selbstmord zu begehen, als diese Frau aufzugeben. Er hatte seinen Teamkollegen von seinem Plan erzählt. Laegreid hatte vor, seine Geschichte im Falle eines Medaillengewinns zu erzählen. Er hielt sein Versprechen.
Das Geständnis erntete heftige Kritik. Der Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö sagte gegenüber NRK, Laegreid habe falsch gehandelt. ‘Wir sahen einen reumütigen Jungen dort stehen, aber Ort und Zeitpunkt waren völlig unpassend’, erklärte Bö. Der 32-jährige Bö hatte im vergangenen Winter noch mit seinem Landsmann um Siege und Titel gekämpft. Auch die norwegische Langlauflegende Petter Northug kritisierte Laegreid deutlich.
Northug sagte zu TV2, dass Botn zum wichtigsten Zeitpunkt geliefert und seinen verstorbenen Freund und Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken geehrt habe. ‘Und ein Teamkollege konzentriert sich stattdessen darauf, mit wem er geschlafen hat und mit wem nicht. Es sah aus wie ein O-Ton aus Ex on the Beach’, kritisierte Northug. Es sei unerträglich gewesen. ‘Es gab so viele Gelegenheiten, darüber zu sprechen, aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Das war auf so viele Arten falsch, fast schon traurig.’
Laegreid bereute später den Zeitpunkt seines Geständnisses. ‘Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt’, sagte er wenige Stunden nach dem Rennen. Im Nachhinein war das Fremdgehen das vorherrschende Thema, und der Olympiasieg von Laegreids Landsmann Johan-Olav Botn wurde fast übersehen. ‘Ich hoffe, dass ich Johan nicht den Tag verdorben habe’, sagte Laegreid vor norwegischen Journalisten nach einer kleinen Medaillenfeier des Teams. ‘Es ist Johans Tag, und es war schade, dass ich so viel Aufmerksamkeit bekam.’
Die betrogene Ex-Freundin des Olympia-Biathleten spricht Klartext. Der frühere Biathlon-Dominator Bö versuchte, das Verhalten von Laegreid einzuordnen. ‘Man kann Sturlas Gefühle deutlich sehen. Er kann sie nicht verbergen’, sagte Bö über seinen langjährigen Mannschaftskollegen. ‘Ich denke, die Gefühle sind einfach aus ihm herausgebrochen.’ Ob die öffentliche Liebeserklärung letztendlich zum Erfolg führen wird, bleibt abzuwarten. Eine Versöhnung scheint vorerst jedoch in weiter Ferne zu liegen. (ck)
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