Niemand, den ich in den letzten 13 Jahren über eine Dating-App kennengelernt habe, blieb länger als drei Monate. Jetzt habe ich genug vom Swipen, dem Small Talk und den wenigen Treffen. Doch ich bin nicht allein in meiner Entscheidung, neue Wege beim Dating zu gehen.
Wenn man Dating-Apps nutzt, kennt man das Phänomen der Erschöpfung, das nach monatelangem erfolglosen Swipen eintritt. Dieses Phänomen wird im Englischen als ‘Dating App Fatigue’ bezeichnet. Die oberflächliche Natur vieler Interaktionen und die ständigen Enttäuschungen führen dazu, dass Nutzer sich überfordert und resigniert fühlen. Oftmals verlaufen Gespräche im Sand, Matches führen nicht zu realen Treffen und unaufrichtige Kontakte sind keine Seltenheit. Der algorithmische Ansatz der Apps wertet Beziehungen herab und verstärkt das Gefühl der Austauschbarkeit.
Viele Paare in Deutschland lernen sich mittlerweile online oder über Dating-Apps kennen. Die Erschöpfung durch endloses Swipen und oberflächlichen Small-Talk kennen viele Nutzer. Erfolgreiche Dates sind selten und Enttäuschungen häufig.
Während die Nutzerzahlen einiger Dating-Apps zurückgehen, gewinnen Plattformen, die auf gemeinsamen Interessen basieren, an Beliebtheit. Das Kennenlernen über Gemeinsamkeiten statt Äußerlichkeiten scheint sinnvoller und erfolgreicher zu sein.
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