Eigentlich war die Bronzemedaille über 20 Kilometer Einzel hinter Teamkollege Johan-Olav Botn und Éric Perrot ein Grund zur Freude für Sturla Holm Laegreid. Dann gestand der norwegische Biathlon-Star jedoch im Live-TV einen Seitensprung.
„Es ist meine erste Olympische Medaille und ich möchte jedem danken, der mir auf dem Weg geholfen hat“, begann er das Interview mit dem TV-Sender NRK. Dann platzte es aus ihm heraus: „Es gibt jemanden, der heute vielleicht nicht zusieht. Vor sechs Monaten habe ich die Liebe meines Lebens kennengelernt – die schönste, tollste Person der Welt. Aber vor drei Monaten habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen und war ihr untreu“, gestand der Biathlet.
Laegreid: „Ich wollte vor allen sprechen und mich entschuldigen”
Die Fremdgeh-Beichte war danach das Thema und kaum jemand sprach noch über den Olympiasieg seines Teamkollegen Johan-Olav Botn. Dafür hat sich Sturla Holm Laegreid jetzt bei seinem Team entschuldigt.
„Ich wollte vor allen sprechen und mich entschuldigen. Ich sagte, dass es eine harte Woche gewesen war und ich nicht ich selbst gewesen bin. Was ich getan habe, habe ich nicht gut genug durchdacht. Ich habe mich bei allen entschuldigt, die hineingezogen wurden. Besonders bei Johan-Olav (Botn, d. Redaktion), der diesen Moment verdient hatte, ihn zu genießen, ohne dass ich mit dem komme, was ich gesagt habe“, sagt er in der Zeitung “VG”.
Olympia-Star Sturla Holm Laegreid: „Man kann sagen, ich habe die Feier ruiniert“
Der Biathlet gibt dann ehrlich zu: „Man kann sagen, ich habe die Feier ruiniert. Es war ein großer Elefant im Raum und wichtig, das anzusprechen.“ In seiner Ansprache habe sich Sturla Holm Laegreid nicht nur bei seinem Team, sondern auch bei seiner Ex-Freundin entschuldigt, welche „unfreiwillig ins Rampenlicht der Medien geriet.“
Nationaltrainer Siegfried Mazet hat die Entschuldigung von Sturla Holm Laegreid bestätigt. „Es war wichtig für Sturla, es laut zu sagen. Für uns ist es einfach eine Tatsache des Lebens. Es hat keinen von uns beeinflusst, am meisten ihn selbst“, so der Trainer. Siegfried Mazet lässt weiter verlauten: „Er trägt die Konsequenzen, aber ich möchte es nicht größer machen, als es war. Für mich sind es zwei Dinge: Es ist traurig und lustig. Wir müssen es so sehen. Es war ein Fehler, aber das passiert.“
Laegreids Ex-Freundin: „Es ist schwer zu verzeihen”
Es war nicht die erste Entschuldigung von Sturla Holm Laegreid. Einen Tag nach der Fremdgeh-Beichte hat er in einer Mitteilung erklärt: „Ich bedauere zutiefst, dass ich diese persönliche Geschichte an diesem für den norwegischen Biathlon so freudigen Tag angesprochen habe. Ich war nicht ganz bei Sinnen und konnte nicht klar denken.“
Seine Freundin habe sich damals nach dem Seitensprung von ihm getrennt. Auch sie reagierte mit offenen Worten auf das Geständnis. „Es ist schwer zu verzeihen. Selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt. Ich habe nicht gewählt, in diese Position gebracht zu werden, und es ist schmerzhaft, das durchstehen zu müssen. Wir hatten Kontakt, und er kennt meine Meinung dazu“, erklärte sie laut der Zeitung „VG“.
Nach der Fremdgeh-Beichte meldete sich auch die Ex-Freundin des Olympia-Stars zu Wort.
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