Wenn man Excel-Tabellen führen muss, um den Überblick zu behalten, fühlt man sich schnell vom Dating-Game überfordert. Heute noch Stefan, morgen Leonie und am Wochenende Toni – kein Wunder, dass laut einer Forbes-Umfrage 79 Prozent der Gen Z und 80 Prozent der Millennials über ein Burnout durch Dating-Apps klagen.
Die einfachste Lösung? Tinder, Bumble und Co. deinstallieren. Das klingt zwar verlockend, führt aber selten zum gewünschten Ziel. “Hinterfrage lieber dein Nutzungsverhalten und deine emotionale Beziehung zu den Apps”, empfiehlt Dr. Sabrina Romanoff, Beziehungsexpertin für die Dating-App Hily, gegenüber “Vice”. Mit diesen vier Tipps kann das Dating-Burnout vermieden werden.
Lebe dein Leben vor allem offline
Wenn du deine gesamte Energie in die Arbeit steckst, droht das Burnout. Das gleiche gilt für Dating-Apps. Wer ständig swipt, matcht, neue Leute kennenlernt und dann den Kontakt abbricht, entwickelt eine Routine. Plötzlich wird das Flirten zur Belastung. Die Lösung? Eine bessere Balance finden.
Gestalte deine Tage mit Offline-Hobbys und -Plänen. Lerne eine neue Sprache, mach einen Spaziergang an der frischen Luft oder verbringe Zeit mit Freunden oder Familie”, empfiehlt Romanoff. Das hat mehrere Vorteile: “Du erwirbst neue Fähigkeiten, die dich interessanter machen können, bist ausgeglichener und zufriedener”. Gerade Letzteres hilft dabei, die Höhen und Tiefen des modernen Datings besser zu bewältigen.
Wenn man kurz vor einem Burnout steht, fühlt man sich oft allein gelassen. Beim Dating bedeutet das: Suche dir einen Swiping-Buddy, der deine Situation nachvollziehen kann und dich unterstützt. “Eine Person, mit der du gemeinsam durch die Höhen und Tiefen des Datings gehen kannst und die dir ihr ehrliches Feedback gibt, kann oft alles verändern”, rät die Hily-Beziehungsexpertin.
Dating ist heute viel einsamer als früher, da die meisten Kontakte zu Hause über Bildschirme anstatt mit Freunden in Bars entstehen. “Wirke dieser Isolation entgegen – die Perspektive eines Freundes kann dir helfen, das Dating nicht als einsam zu empfinden”, so Romanoff.
Konzentriere dich auf maximal neun Personen
Viele Menschen verlieren sich in endlosen Interaktionen und genau das erschöpft sie”, sagt Helen Fisher, eine biologische Anthropologin und wissenschaftliche Chefberaterin von Match.com, gegenüber der “New York Times”. Die Expertin empfiehlt App-Nutzern, mit dem Swipen und Chatten aufzuhören, sobald sie neun Personen gefunden haben, zu denen sie eine gewisse Verbindung spüren, und stattdessen darauf zu konzentrieren, diese Personen kennenzulernen.
Studien legen nahe, dass das Kurzzeitgedächtnis des Menschen nicht mehr als fünf bis neun Reize gleichzeitig verarbeiten kann. Ausserdem kann es hilfreich sein, potenzielle Partner virtuell kennenzulernen, bevor man entscheidet, ob es sich lohnt, Zeit und Energie in ein Treffen im wirklichen Leben zu investieren.
Verbrenne den Heuhaufen
Die “Burning the Haystack”-Methode besagt, dass Menschen eher einen Partner finden, wenn sie in ihrem Profil genau angeben, was sie suchen, und von Dates absehen, bei denen jemand nicht den Kriterien entspricht. Die Autorin Jennie Young erklärt: “Um die Nadel im Heuhaufen zu finden, musst du den Heuhaufen restlos abfackeln. Und so lässt sich diese Metapher aufs Daten anwenden: Du blockst alle, die kein gutes Match sind.”
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