Nicht nur das Wort “googeln” hat es in den Duden geschafft, auch “tindern” ist mittlerweile ein gängiger Begriff. Der Erfolg der Dating-App Tinder basiert auf einem einfachen Prinzip: Wenn dir ein Profil gefällt, wischst du nach rechts, und wenn die andere Person das auch tut, kann gechattet werden. Da nicht alle Unterhaltungen reibungslos verlaufen, plant das Unternehmen Match Group die Einführung eines neuen Sicherheitskonzepts, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert.
Die Firma hinter der Dating-Plattform beabsichtigt, KI einzusetzen, um insbesondere männliche Nutzer zu “erziehen”. Laut Yoel Roth, Leiter der Abteilung für Vertrauen und Sicherheit bei Match, ist der Einsatz von KI “speziell für Männer” gedacht. Eine automatische Erkennung von unangemessenen Inhalten soll es den Nutzern ermöglichen, ihre Nachrichten nochmals zu überdenken. Wer anzügliche Nachrichten verschickt, wird zunächst gefragt, ob er oder sie diese wirklich absenden möchte.
Das Tinder-Dating soll “sicherer und respektvoller” gestaltet werden. “Ein großer Teil unseres Sicherheitskonzepts konzentriert sich darauf, Verhaltensänderungen herbeizuführen, um die Dating-Erfahrung sicherer und respektvoller zu gestalten”, erklärt Roth. Laut Match entscheiden sich durch KI-Rückfragen etwa ein Fünftel der Nutzer dafür, ihre Nachrichten letztendlich doch nicht in ihrer ursprünglichen Form zu versenden.
Insbesondere mit Blick auf junge Nutzer besteht Roth zufolge beim Online-Dating “ein echter Bedarf und die Möglichkeit, den Menschen zu helfen, Normen und Verhaltensweisen zu verstehen, die mit respektvollem und einvernehmlichem Dating einhergehen”.
/https://cdnd.singlepilot.com/999-uploads/www.singlepilot.com/2025/2/k1VFZam3VjSTCSZvEqcyu.jpg)